Aktuelles


Wir bitten um Unterstützung

für das im Offenen Brief erläuterte Anliegen, dem Fach Erdkunde die Bedeutung in der schulischen Stundentafel zukommen zu lassen, die es im Hinblick auf die globalen Probleme verdient.

Liebe Verbandsmitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren, richten Sie Ihren Brief an den Kultusminister und ggf. auch an Ihnen bekannte Landtagsabgeordnete, Elternräte und verdeutlichen Sie den Stellenwert des Faches Erdkunde für die politische und gegenwartsnahe Bildung von Schülerinnen und Schülern.

hier finden Sie weitere Informationen.

Offener Brief

Wir sägen am Ast, auf dem wir sitzen – wie radikal müssen wir unser Verhalten ändern?

Sehr geehrter Herr Minister Tonne,
angesichts der sich zuspitzenden globalen Klima- und Umweltkrise ist die jetzige Schülergeneration mit Recht zunehmend beunruhigt: Der von uns allen verursachte Klimawandel und Ressourcenverbrauch, das dramatische Artensterben, die mannigfaltige Umweltzerstörung und -vergiftung führen zu unumkehrbaren Auswirkungen in unserer Lebens- und Umwelt. Die nachfolgenden Generationen werden die Suppe wohl auslöffeln müssen, die wir ihnen einbrocken! Umso mehr, je weniger wir unser aller (Konsum)-Verhalten nicht grundlegend ändern!
Fest steht: Wir müssen schnell und entschlossen handeln, um Schreckensszenarien nicht Wirklichkeit werden zu lassen!
Die Schulgeographie kann zwar nicht die Welt retten, aber - wie kein anderes Fach – in diesem Zusammenhang einen äußerst wichtigen Bildungsbeitrag leisten.

Nur Erdkunde kann diese aktuellen Themen in dieser Fülle und Vielschichtigkeit aufgreifen, wenn das Ministerium uns nur ließe!
Nachhaltige Ressourcen- und Energienutzung, Eingriffe in Ökosysteme, Aspekte des Klimawandels und Klimaschutz, Ursachen und Folgen globaler Migrationen, Strukturwandel in Industrie und Landwirtschaft, Globalisierung und ihre Folgen sind nur einige der hochaktuellen Themen, die uns allen unter den Nägeln brennen.
Seit Jahrzehnten greift die Erdkunde diese Themen sowohl in natur- als auch humangeographischen Kontexten auf und beleuchtet stets auch Anpassungsstrategien, Lösungsvorschläge und Schutzmaßnahmen, z.B. gegen die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels. Erdkunde ist mit diesen Gegenwarts- und Zukunftsbezügen sowie mit seinen systematischen Anknüpfungen zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen damit schlechterdings das Leitfach der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Die aktuellen Stundentafeln des Niedersächsischen Kultusministeriums konterkarieren unseren Auftrag, diese Themen mit den uns anvertrauten Schüler*innen sachlich hinreichend zu erörtern. Wir müssen jedoch darauf hinwirken, dass die Schüler*innen unter „Beachtung nachhaltiger Lebensstile verantwortungsvoll zur Gestaltung ihrer eigenen Zukunft, zur Zukunft der Welt sowie zu mehr globaler Gerechtigkeit“ (KC GO, S. 8) beitragen können.

Der VDSG – LV Niedersachsen fordert daher erneut vom Kultusministerium:

  1. Zwei Stunden Erdkunde in allen Jahrgangsstufen aller weiterbildenden Schulformen
  2. Zwei Stunden Erdkunde in der Einführungsstufe der gymnasialen Oberstufe (Jahrgangsstufe 11)
  3. Gleichberechtigung und Gleichrangigkeit der Fächer im Aufgabenfeld B in der Qualifikationsstufe: Erdkunde muss – als politisch bildendes Fach – genauso wie alle anderen Fächer im Aufgabenfeld B als Prüfungsfach anwählbar sein und auch in der GO-VO gleichberechtigt dargestellt werden!

Gerne stehen wir Ihnen zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung, um unser Anliegen umfassender und differenzierter zu erläutern.

Mit freundlichen Grüßen
Mark Stoltenberg, 1. Vorsitzender des VDSG - LV Niedersachsen; 10. Mai 2019

 

„Warum lernen ohne Zukunft?“ - Schülerproteste gegen Klimawandel

Schülerproteste gegen Klimawandel - Geographische Bildung wichtiger denn je!

von Karl W. Hoffmann, Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Schulgeographen e. V. (VDSG)

Etwa 25 000 Schülerinnen und Schüler protestierten am 18. Januar 2019 bundesweit und in der Folge immer wieder gegen die ihrer Meinung nach unzureichenden Maßnahmen gegen den Klimawandel. Dort, wo der Klimawandel immer noch nicht offiziell ein Thema im Unterricht ist, fordern sie „Klimawandel im Lehrplan (...und) kämpfen für grundlegende Änderungen in ihrem Lehrplan“ (COLLINS & OSBORNE 06.02.2019). Angeregt von der Aktion Fridays for Future fanden sie den Mut, sich trotz möglichen unentschuldigten Fehlens im Unterricht an diesem Protest zu beteiligen und ein Zeichen zu setzen – gegen Ignoranz, faule Kompromisse..., für das Klima und damit für die Zukunft. Es gilt die Schulpflicht und zugleich die Pflicht zum Klimaschutz! Wir Erwachsenen sollten uns freuen, wenn Schülerinnen und Schüler sich kritisch äußern, politisch engagieren und bereit sind Verantwortung zu übernehmen. Das ist Grund für Optimismus!

Klimabildung ist originärer Bestandteil geographischer Bildung

Klima und Klimawandel, Witterung und Wetter, Klimazonen und Klimaschutz sind originäre Fachthemen des Geographieunterrichts, die schon seit Jahrzehnten zum einen unter naturgeographischen und zum anderen auch unter humangeographischen Gesichtspunkten behandelt werden. Neben dem Klimaschutz gewinnen Strategien und Maßnahmen zur Anpassung an die inzwischen unvermeidlichen Folgen des Klimawandels in Wissenschaft, Politik und Planung eine zunehmende Rolle (DGFG 2017).

Dem Schulfach Geographie wohnt dabei grundsätzlich ein Perspektivenwechsel inne, weil ein geographischer Blick auf die Eine Welt sowohl die ökologische, ökonomische, soziale als auch die politische Dimension bei lokaler und globaler Vernetzung integriert. Dieses konzeptionelle Verständnis und diese Art der Weltbeobachtung machen die Geographie zu einem der zentralen Fächer des 21. Jahrhunderts.

Vollständiger Beitrag


Der „Tag der Schulgeographie“

Freitag 27. September / Samstag 28. September 2019 wird von Mitgliedern des Verbandes Deutscher Schulgeographen für Lehrkräfte der Geographie / Erdkunde organisiert und durchgeführt. 

Das Rahmenthema lautet „Neue Ländlichkeit –
Wo Romantik auf Realität trifft“. 


Der Fokus liegt auf der einerseits romantischen Vorstellung vom Leben auf dem Lande, andererseits auf den real wachsenden Ungleichheiten der Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land. 

Der Freitag beginnt mit einem Vortrag, am Nachmittag finden zahlreiche Workshops statt, die je einmal wiederholt werden. 

Am Samstag runden unsere Exkursionsangebote zum Rahmenthema das Programm ab.

Programm und Anmeldung


Wie kann Erdkunde als Prüfungsfach in der Qualifikationsphase ausgebracht werden?

Liebe Verbandsmitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,
in letzter Zeit haben uns Anfragen erreicht, wie unser Fach nach der neuen VO-GO als Prüfungsfach in der Q-Phase ausgebracht werden kann. Einige dieser Anfragen offenbarten zudem, dass auch Unsicherheit darüber besteht, ob Erdkunde überhaupt ausgebracht werden könne.

Dankenswerterweise hat uns unser Kollege Frank Gellert, Braunschweig zu dieser Frage einige schulfachliche Anmerkungen zur Verfügung gestellt, die wir zusammen mit einigen illustrierenden Belegungsbeispielen hier für Sie zur Unterstützung veröffentlichen

Als Quintessenz lässt sich festhalten:
Der VDSG – LV Niedersachsen hat in der Vergangenheit und wird auch zukünftig gegenüber dem Niedersächsischen Kultusministerium die Benachteiligung unseres Faches zur Sprache bringen und weiterhin fordern, dass das Schulfach Erdkunde mit den andern Fächern im Aufgabenfeld B der Einführungs- wie auch Qualifikationsphase gleichberechtigt sein muss.

Zur Bedeutung der Schulgeographie finden Sie auf dieser Seite auch die aktuelle Erklärung der VDSG-Vorsitzenden K.W. Hoffmann.

Mit kollegialen Grüßen
Ihr
Mark Stoltenberg
VDSG – LV Niedersachsen, 1. Vorsitzender


Frank Gellert Oberstufenkoordinator Gymnasium Ricarda-Huch-Schule Braunschweig

Das Fach Erdkunde als Prüfungsfach in der Qualifikationsphase ab dem Abiturjahrgang 2021

Belegungsbeispiele für Erdkunde als Prüfungsfach in der Qualifikationsphase ab dem Abiturjahrgang 2021


Karl W. Hoffmann, Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Schulgeographen e. V. (VDSG)

Geographische Bildung wichtiger, denn je

Innovationspreis für Schulgeographie 2019 der Voss-Stiftung

Der Preis soll eine Schule auszeichnen, die sich in engagierter Weise und nachhaltig für die Förderung wissenschaftsnaher geographischer Bildung einsetzt. Ausgezeichnet werden nicht Einzelpersonen, sondern es soll eine Schule im Ganzen prämiert werden, die sich zu geographischer Bildung und Nachhaltigkeitserziehung verpflichtet sieht.

weitere Informationen


Einladung zu drei bundesweiten Fachtagungen

„Klimaschutz in Schule und Kommune. Städte und Gemeinden als Lernorte für den praxisnahen Unterricht“

21.03.19 in Dortmund, 26.03.19 in Hannover und 09.04.19 in Frankfurt/M.
ANU Bundesverband e.V. und Energie- und Umweltzentrum am Deister e.V. (e.u.[z.])
Wie können die Felder kommunaler Klimaschutz und schulische Bildung für nachhaltige Entwicklung erfolgreich zusammenarbeiten? Mit welchen Inhalten und Methoden kann das Interesse junger Menschen an Klimaschutz und dabei auch an kommunalen Klimaschutzstrategien geweckt werden?

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Fritz-Gerd Mittelstädt

Ermutigung zum Handeln

Erziehungs- und Bildungsauftrag des Geographieunterrichts

PRAXIS GEOGRAPHIE 7/8 2018, S. 65

 


Gold, Silber, Bronze bei der iGeo 2018

Team Germany kehrt mit bestem iGeo-Ergebnis aus Kanada zurück

Bericht


Mit der Bitte um breite Unterstützung

openPetition "Erdkunde für Hessen 2020"

Unser Anliegen ist, dass die politisch Verantwortlichen in Hessen dafür Sorge tragen, in allen weiterführenden Schulen und insbesondere in der gymnasialen Oberstufe unseren Kindern und Jugendlichen adäquate geographische Bildungschancen zu eröffnen.

https://www.openpetition.de/petition/online/erdkunde-fuer-hessen-2020


Entwicklungsprojekte niedersächsischer Schulen in Afrika

„Wir wollen nicht nur reden, sondern die Welt ein bisschen besser machen. Das ist die Motivation, die unseren Erdkundeunterricht trägt.“
Viele Schüler wollen nicht mehr nur beschreiben, analysieren, interpretieren, diskutieren und angesichts scheinbar unlösbarer Probleme resignieren. Sie wollen handeln! Deshalb haben immer mehr niedersächsische Schulen eigene Entwicklungsprojekte in Afrika.

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Wissensplattform "Erde und Umwelt"

8 Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft haben die Wissensplattform "Erde und Umwelt" aufgebaut. Auf der Webseite stellen Wissenschaftler/innen der beteiligten Forschungszentren aktuelle Informationen und Hintergrundwissen zu den Themen "Naturgefahren", "Auswirkungen des Klimawandels" und "Schadstoffe in der Umwelt" zur Verfügung.

weitere Informationen


Arbeitskreis Polarlehrer

Informationen zum Arbeitskreis Polarlehrer: aktuelle Newsletter


Was war noch mal ...?

Studienfächer haben klangvolle Namen. Aber was steht dahinter? ZEIT ONLINE gibt die Antworten für über 30 beliebte Fächer. Hören Sie rein

ZEIT ONLINE: Geografie und Geowissenschaften


Das III. Welt-Projekt nimmt Fahrt auf!

Worum ging es: Wir wollten einen Kontakt zwischen einer Schule in Niedersachsen und einem Projekt in der III. Welt herstellen. Eine Schule ist zu finden, die sich engagiert, im Rahmen Schule/Unterricht, Unterstützung, Austausch (...) engagiert. Damit wollen wir das Engagement und den direkten Kontakt zwischen Schülerinnen und Schülern und einem konkreten Projekt ermöglichen.

weitere Informationen (.doc Datei)

III. Welt-Projekte


Kommunikationsplattform

Auf dem Niedersächsischen Bildungsserver nline steht den Geographielehrerinnen und -lehrern in Niedersachsen unter https://vdsg-ni.nline.nibis.de/nibis.php ein Forum zur Verfügung, das es ermöglicht, sich schnell auszutauschen, zu kooperieren, Fragen zu stellen, Anregungen zu geben, Material zur Verfügung zu stellen etc..

nline ist eine internetgestützte Kooperations- und Lernplattform. Sie stellt vielfältige Funktionen zur gemeinsamen Arbeit in einer Gruppe über das Internet in einer geschützten Umgebung zur Verfügung.

nline ermöglicht:

das gemeinsame Arbeiten in einer geschlossenen Gruppe durch Nutzung von Internet Standardsoftware (Browser)

  • Dateien und Materialien gemeinsam zu entwickeln und zu nutzen

  • einen asynchronen Gedankenaustausch

  • die Nutzung eines integrierten E-Mail-Systems

  • die Präsentation von Text und Bildern

Der Zugang zu der Kooperationsumgebung kann von jedem internetfähigen Computer erfolgen und ist passwortgeschützt. Er ist daher nur eingetragenen Benutzerinnen und Benutzern möglich.

Wenn Sie den Status eines Teilnehmers mit vollen Schreib- und Leserechten erhalten wollen, schicken Sie bitte eine email mit Ihrem Namen, Vornamen, Schulnamen, Schuladresse und Ihrer email-Adresse
an: vdsg(at)groene-os.de

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